Projekt des Monats Juni 2018

Blick durch die Frontscheibe eines Wagens auf eine rötlich-staubige Landstraße

Unterwegs auf Schotterpisten

Brasilianische Landgemeinde braucht ein Gemeindefahrzeug

Die Kommune Sertão Santana liegt im Süden Brasiliens, im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Gegründet wurde sie vor allem von deutschen, österreichischen und polnischen Einwanderern. Die lutherische Gemeinde ist weit verstreut, aber quicklebendig. Es gibt Gottesdienste, Hauskreise, insgesamt acht Bibelkreise, Frauentreffen, eine Jugendgruppe, einen Besuchsdienstkreis sowie Seniorentreffen. Pfarrer Jonas Krause muss deshalb viel unterwegs sein. Die am weitesten entfernte Predigtstätte der Kirchengemeinde liegt 18 Kilometer entfernt. Für deutsche Verhältnisse wäre es ein Katzensprung, doch nicht so in Brasilien.

Jonas Krause erzählt von den Wegen, die er bewältigen muss: „Es sind ausschließlich Schotterstraßen, die ich im Gemeindebereich fahren muss. Bei hohen Temperaturen sind sie extrem staubig. Mit geschlossenem Fenster ist die Hitze kaum zu ertragen, aber sobald man es aufmacht, ist man augenblicklich vollgestaubt. Eine Klimaanlage ist deswegen wichtig.“

Der alte Wagen der Gemeinde lässt den Pfarrer immer öfter in Stich. Er müsste dringend ersetzt werden. Für den neuen Wagen hat der Pfarrer noch einen wichtigen Wunsch: Sehr oft muss er Gemeindeglieder zu Veranstaltungen mitnehmen. Meistens sind es ältere Menschen, denen das Ein- und Aussteigen nicht mehr so leicht fällt. „Es wäre gut, wenn das Auto vier Türen hätte“, betont Jonas Krause.

Das neue Auto ist momentan jedoch nur ein Traum. Sertão Santana ist eine ländliche Gegend. Hier spürt man die schwierige politische und wirtschaftliche Lage Brasiliens deutlich. Das schränkt die finanziellen Möglichkeiten der lutherischen Gemeinde ein. Aus eigener Kraft kann sie das Auto momentan nicht kaufen.

Wege sollen Menschen verbinden und nicht trennen.
Helfen Sie mit, dass die Gemeinde Sertão Santana ein Gemeindefahrzeug kaufen kann!

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