Glauben verbindet

Das Gustav-Adolf-Werk e.V. (GAW) ist das Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland. Es trägt seit 1832 dazu bei, dass evangelische Minderheiten im katholischen, orthodoxen, islamischen oder atheistischen Umfeld ihren Glauben leben und weitergeben können.

Seine Partnerkirchen in Europa, Lateinamerika und Nordasien unterstützt das GAW

  • beim Gemeindeaufbau,
  • bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen,
  • bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben,
  • bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mit­arbeitern u. a.

Jährlich sammelt das GAW insgesamt 2,7 Millionen Euro Spenden, davon 1,5 Millionen für den Projektkatalog.

Passionsopfer 2017

Kirche Taschkent

Sanierung der lutherischen Kirche in Taschkent, Usbekistan

Usbekistan ist eines der am autoritärsten regierten Länder in Zentralasien. Menschenrechtsorganisationen kritisierten, dass unter dem Vorwand der Bekämpfung von Islamisten die Menschen‐ und Bügerrechte regelmäßg eingeschräkt und oppositionelle Ströungen unterdrükt werden. In diesem Umfeld hat es die kleine lutherische Kirche schwer, ihren christlichen Glauben zu leben.

Seit dem Tod von Bischof Wiebe Mitte 2015 wird diese Kirche von Bischof Eichholz aus Kirgisistan bischöflich begleitet. Eine der Gemeinden befindet sich in der Hauptstadt Taschkent. 100 Gemeindeglieder gehören ihr an. Die Gottesdienste, die von 40 bis 50 Menschen besucht werden, finden auf Russisch und Deutsch statt. Lektorin Ludmilla Schmidt, die an einem Fernstudium in Novosaratovka, Russland, teilnimmt, leitet die Gemeinde geistlich. Inzwischen gibt es wieder eine Jugendgruppe und eine kleine Kindergruppe.

„Nach jahrelangem Stillstand passiert wieder was in Taschkent“, berichtet Bischof Eichholz, der Ende 2016 vier neue Gemeindeglieder konfirmiert hat. In Taschkent befindet sich das einzige historische lutherische Kirchengebäude in Zentralasien. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fiel die Region an das russische Reich. Zur Gemeinde gehörten Landvermesser und andere Beamte im Dienste des Zaren. Sie ließen sich im damaligen Turkestan nieder. Die Lutherischen unter ihnen brachten auch ihren Glauben mit in die neue Heimat. Beim Militär gab es Lutheraner, wie z.B. General Kaufmann, der dafür sorgte, dass seine Glaubensgeschwister eine Kirche erhielten. 1877 entstand die Gemeinde in Taschkent, 1896 wurde die Kirche eingeweiht. Nachdem sie 1937 verstaatlich worden war, erhielt die Gemeinde ihre Kirche nach der Sowjetzeit 1993 zurück.

Nach der Rückgabe wurde die Kirche nur notdürftig saniert. Das Kirchendach muss dringend erneuert werden, denn es ist undicht, Stahlträger sind verrostet und Dachbalken verrotten langsam. Durch diese Schäden leiden die Kirchenmauern. Das Dach muss neu eingedeckt und die Folgeschäden im Inneren müssen behoben werden. Für diese Kirchensanierung bitten die Gemeinde und Bischof Eichholz um die Hilfe des Gustav Adolf Werkes, die Gesamtkosten sind mit 20 000 € veranschlagt.

Pfr. Gerhard Hechler, 2. Vorsitzender der GAW‐Hauptgruppe Hessen‐Nassau, konnte sich bei einem Besuch in Taschkent (im Februar 2016) vor Ort üer die notwendigen Arbeiten informieren. Das Gustav‐Adolf Werk in Hessen und Nassau möhte als langjäriger Partner der lutherischen Kirche in Usbekistan deren Anliegen unterstüzen und ruft deshalb mit dem Passionsopfer 2017 zur Spenden und Kollekten für die Kirchensanierung auf. Das Konto zum Helfen (Stichwort: Taschkent):

GAW EKHN

IBAN DE04 5206 0410 0204 1125 71

Evangelische Bank

BIC GENODEF1EK1

 

GAW übernimmt eine wichtige Aufgabe

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„Weltweit Gemeinden helfen“. Unter diesem Motto unterstützt das Gustav-Adolf-Werk evangelische Gemeinden in Osteuropa, in Lateinamerika und an vielen anderen Orten auf der Welt, in denen evangelische Christen in der Diaspora leben. Diese Gemeinden benötigen zum Erhalt ihrer Kirchen, ihrer Gemeinde- und Pfarrhäuser finanzielle Unterstützung und Hilfe. Ich bin froh und dankbar, dass das Gustav-Adolf-Werk diese wichtige Aufgabe übernimmt und mit großem Engagement und Einsatz den Gemeinden vor Ort mit Rat und Tat zur Seite steht. Darum empfehle ich Ihnen, dem Gustav-Adolf-Werk mit Ihrer Spende bei dieser wichtigen Aufgabe zu helfen und auf diese Weise die evangelischen Schwestern und Brüdern, die so dringend auf unseren Beitrag angewiesen sind, direkt zu unterstützen.

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzender der EKD